360° Panorama: Pro Formate

Die Grundlagen professioneller Arbeiten. Fotografie & Programmierung.

360° Fotografie

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Bildgenauigkeit

Auf der fotografischen Ebene ist das Kugelpanorama eine sehr ausgereifte Technik. Gerade Laien unterschätzen jedoch häufig die technischen Voraussetzungen.

So ist z.B. die Bildqualität ein ganz entscheidender Imagefaktor. Was "ausgereift" oder "professionell" meint, lässt sich dabei schnell demonstrieren. Am besten Sie öffnen das beistehende Demo-Beispiel - und zoomen sich einfach ins Bild.

Das, was Sie sehen, wird durch eine Auflösung von ca. 180 Megapixel à Sphäre erreicht. Entsprechende Resultate werden normalerweise durch mehrreihige Shots mit Vollformat-Kameras erzeugt. Die Zahl gibt in etwa den Durchschnittswert unseres Norm-Setups wieder.

Dass das Internet die entsprechenden Datenmengen leicht verkraftet, zeigt im Grunde jedes Beispiel dieser Seite. Denn ob Desktop oder Handy: die Touren laufen so smooth, dass man mindere Bildqualität auch nicht mehr durch technische Gründe rechtfertigen kann..

Als Facebook die Pforten für einzelne Panoramasphären geöffnet hat, ist auch der Markt für entsprechende Consumer-Kameras schnell gewachsen. Oft wecken die Hypes des Produktmarketings jedoch Erwartungen, die fast zwangsläufig in Enttäuschung enden.

Denn vor allem die Rede von "Full-HD", "4 K" etc. ist im Zusammenhang mit 360°-Produkten hochgradig irreführend. Da sich die Werte im entsprechenden Metier auf ganze Sphären beziehen, sind für professionelle Arbeiten völlig andere Kaliber nötig.

Ein Vergleich mag dies verdeutlichen: Das Parademodell "Ricoh Theta S" bringt es auf eine Maximalauflösung von 12 bis 14 Megapixel à Sphäre. Berücksichtigt man jetzt noch die unterschiedliche Qualität der Sensoren, dürfte die Kluft zu professionellen Standards fast unüberbrückbar werden.

Natürlich haben auch Consumersysteme ihren Sinn. Dennoch sollte man nicht vergessen, dass Selfie-Kultur und Werbung zwei sehr unterschiedliche Bereiche darstellen.

Kreativität

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Nichts hat die öffentliche Bekanntheit des Kugelpanoramas mehr gefördert als Google Streetviews. Trotdem kann genau auch dieses Projekt den Blick für die Möglichkeiten leicht verstellen. Denn die fotografische Panoramatechnik birgt eine weit größere Potenz, als geläufigen Anwendungen vermuten lassen.

Um Streetviews richtig einzuordnen, sollte man sich vergegenwärtigen, dass der Ansatz auf eine Breitenanwendung abzielt.

Breitenanwendungen beruhen jedoch immer auf standardisierten Produktionsverfahren. Was sinnvoll oder möglich ist, bestimmt sich zuallererst aus den Zwecken des Projektbetreibers. Beschränkungen erklären sich dabei nicht aus Grenzen der Machbarkeit sondern aus den speziellen Intentionen von Streetviews.

Nur so jedenfalls ist zu erklären, warum Google bis heute beim reinen Ansichtspanorama stehen geblieben ist.

Werbung & Effekt

Das Beispiel des "Sonnenturms" mag diesen Punkt verdeutlichen. Laut Bauträger war die Arbeit äußerst hilfreich für die schnelle Objektvermarktung (immerhin über 130 Einheiten).

Die entscheidende Rolle übernimmt dabei die Interaktion von verschiedenen Medien. Denn im Gegensatz zu geläufigen Immobilienrundgängen lässt es diese Tour nicht bei der Ansicht von Räumlichkeiten bewenden.

Inszeniert wird vielmehr ein Zusammenspiel zwischen Panoramatour und anderen Medien. Mit in die Anschauung treten also jede Menge Informationen, Argumente und Vorteile. Der wesentliche Nutzen: Da sich alles auf einer visuellen Ebene ereignet, gewinnt die entsprechende Kommunikation deutlich an Leichtigkeit.

Wie man unschwer sieht, geht das mediale Zusammenspiel nicht nur mit eigenen Effekten einher. Es sorgt vor allem auch für werbliche Power.

Programmierung

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Spätestens jetzt sind wir bei einer Anforderung, die die Panoramaszene zunehmend beherrscht: die Programmierung. Denn auch im 360°-Metier führt der Weg zu kreativen Dingen nur über entsprechendes KnowHow. Es steht nicht nur im Hintergrund von WOW-Effekten, Innovationen und Besonderheiten - es erklärt auch die Divergenz der verschiedenen Marktaufstellungen.

Warum wir die Programmierung zu unseren ausgesprochenen Stärken zählen, mag das Beispiel des Messestandes veranschaulichen. Hier spielen nicht nur jede Menge Dinge ineinander, der Output erfolgt zudem auch noch in 5 Sprachen (witzigerweise entspricht die Zahl genau auch den 5 Programmsprachen, die in diesem Entwurf interagieren).

Der Kreativität sind hier letztlich wenig Grenzen gesetzt. Denn wie ein   anderes Beispiel Beispiel zeigt, lassen sich aus dem 360°-Panorama am Ende sogar ganze Websites bauen.

Virtual Reality

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VR Included

Dass 360°-Touren eigene Formate für Mobilgeräte brauchen, ist heutzutage eine mehr als selbstverständliche Anforderung. In der jüngeren Vergangenheit hat sich hier jedoch noch eine weitere Umgebung zu Wort gemeldet: die Virtual Reality (kurz: VR).

Auch wenn die heutigen Player das Potenzial bei weitem noch nicht ausschöpfen: Kugelpanorama und 360°-Video sind geradezu prädestiniert für eine entsprechende Verarbeitung. Da es sich in beiden Fällen um sphärische Medien handelt, fügen sich beide auch nahtlos in die Welt der VR.

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VR First

Wir statten mittlerweile zwar fast alle Touren auch mit einer VR-Ausgabe aus. Richtig fetzig wird es jedoch, wenn sich Konzept und Programmierung zunächst ganz auf diese Umgebung konzentrieren (Methode: VR first).

Denn rückt die Virtual Reality erst einmal in den Mittelpunkt der Optimierung, so scheinen auch die vertrauten Ansichten deutlich zu profitieren.

Insofern wäre es wohl ein Fehler, die VR-Ebene lediglich als Sparte für seltene Interessen zu betrachten. Schließlich wächst die Verbreitung nicht nur rasant, auch das Entwicklungspotenzial gibt Anlass zu hohen Erwartungen.

Der Nutzen von speziellen VR-Konstruktionen wird dabei keineswegs erst unter der Brille sichtbar. Wie das Beispiel des "Kameha Grand" zeigt, bringen sie durchaus auch frischen Wind für die klassischen Welten.